Australia Day - (K)ein Grund zum Feiern!?

Australia Day - (K)ein Grund zum Feiern!?

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Jedes Jahr, seit 1888, feiern die (weißen) Australier am 26. Januar Australia Day. An diesem Feiertag gibt es ein großes Feuerwerk in Sydney, Familien treffen sich zum Grillen und stoßen auf die australische Flagge an. 

Anderen Familien wiederum, besonders “First Nations People” (Aboriginal und Torres Strait Islander People), ist an diesem Tag so gar nicht zum feiern, viel mehr erinnert dieser Tag an Landraub, Massenmord und Trauma.

Was genau hinter der Debatte steckt und damit ihr den Hintergrund versteht, wollen wir in der heutigen Folge besprechen. Bleibt dran und macht euch eure eigene Meinung, auch wenn ich meine persönliche Meinung hier vertreten werde.

 

Warum der 26. Januar?

Am 26. Januar 1788 legte die erste Britische Flotte mit 11 Schiffen und einer Besatzung von 1.023 Mann unter Captain Arthur Phillip in Sydney Cove an. Der ursprüngliche Plan war, nachdem Captain Cook im Jahr 1770 die Ostküste Australiens entdeckt hatte, in Botany Bay an Land zu gehen. Das war allerdings durch Wetterbedingungen nicht möglich. Letztendlich kolonialisierte die Flotte das Land der indigenen "Gadigal People" in Warane (Sydney Cove) als New South Wales. 

 

Was wird gefeiert?

Jedes Jahr am Australia Day feiern Anhänger, also diejenigen, die Australia Day feiern, die Gründung der Nation und das heutige Bestehen. Es gibt Paraden, Feuerwerk und es wird die Zeremonie für den “Australian of the Year Award” gehalten. Der Tag ist seit 1994 landesweit ein offizieller Feiertag.

 

Warum existiert eine Debatte?

Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Der sogenannte Australia Day ist für Aboriginal und Torres Strait Islander People der Tag, an dem sie ihres Landes beraubt wurden. An dem Tag begann die gewaltsame Kolonialisierung, die Massenmorde, Vergewaltigungen, Kindesraub und bis heute Diskriminierung für die Ureinwohner Australiens brachte. Tragischerweise müssen die indigenen Völker bis heute darum kämpfen, dass sie die gleichen Rechte wie weiße Australier erhalten. Leider ist es ein Fakt, dass First Nations People häufiger von Obdachlosigkeit betroffen sind, sie häufiger im Krankenhaus und in Gefängnissen sterben und immer noch von Rassismus und Gewalt in der Öffentlichkeit betroffen sind. Nochmal, das sind alles Fakten.


Und jetzt stellt euch mal vor ihr seid Aboriginal oder Torres Strait Islander… jedes Jahr werdet ihr am sogenannten Australia Day daran erinnert, dass eure Vorfahren massakriert wurden, ihres Landes und ihrer Kultur beraubt wurden und das bis heute keine Gerechtigkeit herrscht. Wäre euch da zum Feiern zu Mute?

Wenn ich mir dann die Seite der australischen alten Patrioten anhöre, dreht sich mir echt der Magen um… Aussagen wie “Ja, aber es war doch immer am 26. Januar”, “Warum sollten wir den Tag ändern”, “die Aborigines bekommen so viele Benefits”. Entschuldigt meine Sprache, aber das ist alles nur Bullshit, was aus ignoranten Köpfen kommt. 

 

Was kann und soll sich verändern?

Seit Jahren fordern First Nations People, dass Australia Day auf ein anderes Datum gelegt wird. First Nations people aber auch Australier, die gegen den “Feiertag” sind, nennen den Tag auch Invasion Day, Survival Day oder Day of Mourning.

Der 26. Januar ist ein traumatisches Datum für die Kultur und das Land der Aboriginal und Torres Strait Islander Menschen und nachdem ich mehr über die Geschichte Australiens gelernt habe, finde ich es respektlos, dass es bis heute keine Veränderung gibt. 

Ihr müsst euch das mal geben, dass der erste offizielle Protest gegen Australia Day im Jahr 1938 zum 150 jährigen Jubiläum der Nation war. Das ist fast 100 Jahre her. Und nach vielen Protesten wurde dann 1994 beschlossen, den Tag landesweit zum Feiertag zu machen. Das ist diskriminierend, oder nicht? 

Alles, was gefordert wird, ist Gerechtigkeit und die Wahrheit über die Vergangenheit, das kann doch nicht zu viel verlangt sein. Ich finde es wichtig, dass auch wir in Europa über die wahre Geschichte von Australien aufgeklärt werden. Und nicht nur, “Captain Cook hat Australien entdeckt” und das war’s. Australien ist ein so großes und so wunderschönes Land. Leider ist es ein Fakt, dass es ein gestohlenes Land ist. Es ist mehr als überfällig, den wahren Besitzern dieses Landes etwas zurückzugeben und zwar Gerechtigkeit, Rechte und Sicherheit und vor allem die Wahrheit.

 

Wo könnt ihr mehr erfahren

Ich habe viele meiner Infos von der ANTAR Webseite erfahren. ANTAR ist eine engagierte und aktive Bewegung von Australiern, die sich für die Rechte, Justiz und Respekt für First Nations People einsetzt und Forschungen und Analysen durchführt. Den Link zum 26. Januar findet ihr hier: https://antar.org.au/issues/survival-day/history-of-the-date/


Ich kann euch ebenfalls eine sehr bewegende und informative Podcast-Folge von Abby Chatfield ans Herz legen. In ihrem Podcast “It’s a lot” spricht Abby mit Travis Lovett, einem First Nations Mann des Kerrupmara/Gunditjmara Volkes, der sich als leitender Vorsitzender der “Yoorrook Justice Commission” aktiv für Aufklärung und Justiz für First Nations People einsetzt. Der Link zur Folge auf Spotify ist hier: https://open.spotify.com/episode/0qqIcJb2WVQsF9S377cnXK?si=0315139791ab4ad2


Ich hoffe, ich konnte euch das Thema etwas näher bringen und dass ihr etwas mitnehmen konntet. Macht euch eure eigene Meinung und informiert euch richtig.


Safe Travels!

Cheers

Jesko  

 

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Ciao a tutti!

Forse vi starete chiedendo chi è il ragazzo che scrive qui di tanto in tanto...

Mi chiamo Jesko, ho 24 anni, sono nato e cresciuto a Colonia e attualmente vivo e viaggio in Australia per la seconda volta.

Perché la seconda volta? Perché la prima volta mi è piaciuta molto, per molti motivi. All'epoca, sono andato in Australia con la mia ragazza subito dopo il diploma di scuola superiore (come tutti).

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Dopo 3 anni di lavoro in ufficio e di studi in economia aziendale, ne ho abbastanza della Germania e questa volta viaggio da sola.

Sono felice di potervi motivare con i miei articoli per il vostro viaggio di vacanza-lavoro e forse anche di darvi un consiglio o due.

Buona lettura!

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